Soll man als Arbeitgeber einen auf lässig, kumpelhaft und hip machen? Die Arbeit im Unternehmen gar als Partymeile an den jungen Mann / die junge Frau bringen? Anstatt konkreter Infos nur nichtssagende blabla-Stehplätze (womöglich noch in fragwürdiger Orthographie) hinausposaunen? Ist das Employer Branding?

Warum denken manche Unternehmen so? weil sie glauben, das würde gut ankommen und "jugendliche Befindlichkeit" spiegeln. Das ist natürlich - Sie ahnen es - Quatsch. Oder anders gesagt, ein sicherer Garant dafür, dass man möglichst wenig Glaubwürdigkeit entfaltet. Solcherart gestrickte Stelleninserate bzw. Karrierebereiche haben sich längst als Trigger für 'falsche Freunde' bzw. als Mogelpackungen herumgesprochen, hinter denen miese Jobs vermutet werden, die schlecht bezahlt mit permanenter Überstundenbereitschaft und desaströsem Arbeitsklima zu verrichten sind. Der Verdacht kommt - das ist die Crux bei der Sache - leider auch dann auf, wenn die Jobs gar nicht mal so mies wären.

Warum sehen die Karrierebereiche mancher Unternehmen trotzdem so aus wie beschrieben? Ich behaupte: weil es die wenigste Mühe macht und das Unternehmen obendrein cooler aussehen lässt. (Auch wenn Mitarbeiter:innen, die schon länger im Unternehmen arbeiten, dies als Hohn oder Posse empfinden mögen...) Zum Zug kommt dabei ein ignoranter Altruismus (das Unternehmen als lässiger Kumpel, der sich nix pfeift...), der sich null mit den tatsächlichen Fragen und Bedürfnissen junger Mitarbeiter:innen beschäftigen muss, aber gleichsam im Blindflug schnell aufgesetzt ist. Mit den richtigen Plattformen und gutem Targeting ist man - so die Hoffnung - dann auch gleich mittendrin - aber eben leider nicht dabei. Menschen haben ein gutes Gespür dafür, wenn Unternehmen unkonkret und nebulos bleiben, und sich eine Fassade geben wollen, die gar nicht zu ihnen passt. Obendrein gibt es Bewertungsplattformen, wo solche Bilder schnell auseinandergenommen werden etc.

Wie kann man es besser machen? Indem man die anvisierten Bewerber:innen Zielgruppe sehr genau analysiert (ihre Werte, Bedürfnisse etc.), mit validen Personas arbeitet und darauf aufbauend die richtige Kommunikationsstrategie entwickelt.

Wie Sie dabei in einem ersten Schritt vorgehen können, erklären wir Ihnen im Beitrag Wie Sie Ihre Recruiting-Kommunikation verbessern können.

Wenn Sie noch weitergehende Unterstützung benötigen, kontaktieren Sie uns gerne unter work@workinprogress.at

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BILD: Photo by Jason Goodman on Unsplash

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